Verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten

In meinem dritten Beitrag zeige ich auf, dass verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten, durch das Athener Übereinkommen über die Beförderung von Reisenden und ihrem Gepäck von 1974, möglichweise weiterreichende Rechte eingeräumt bekommen. Am 23. April 2014 werden neue Regelungen des Athener Übereinkommens in Kraft treten, welche sich “Protokoll 2002” nennen und welche Auswirkungen auf verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten und deren Ansprüche haben können.

Am 23. April 2014 werden neue Regelungen des Athener Übereinkommens in Kraft treten. Für verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten werden diese neuen Regelungen, welche sich “Protokoll 2002” nennen,  Einfluss auf deren Rechte nehmen.

Es wichtig zu wissen, dass die USA dieses neue Protokoll nicht akzeptiert und daher auch nicht unterschrieben hat, genau wie die USA auch das Athener Übereinkommen selbst nicht akzeptiert hat. Die jetztige Rechtslage stellt sich daher wie folgt dar: Für Kreuzfahrten welche in den USA beginnen, die USA besuchen oder in den USA enden, ist das Athener Übereinkommen nicht anzuwenden. Dies gilt selbst dann, wenn das Kreuzfahrt-Ticket es ausweist. Für amerikanische Bürger sowie Bürger anderer Nationalitäten, welche keinen amerikanischen Hafen anfahren, gilt das Athener Übereinkommen nach wie vor. In diesen Fällen kommt jedoch das neue Protokoll zur Anwendung. Es wurde von einer Vielzahl von Nationen angenommen, was wiederum Voraussetzung für seine Inkrafttretung war.

Das Protokoll weist neue Regelungen hinsichtlich Haftungsgrenzen, Fristen zur Klageeinreichung und zur Beweispflicht auf.  Aufgrund dieser Neuerungen ist es nun auch durchaus vorstellbar, dass die USA das Athener Übereinkommen akzeptieren wird, insbesondere wenn man bedenkt, das die Entwerfer des Protokolls dies bereits als einen Motivationsgrund im Auge hatten.

Zuallererst wird das neue Protokoll die Haftungsgrenze des Beförderungsunternehmens anheben. Lag die Grenze früher bei ca. $70,000.00 für verletzte Passagiere, so liegt sie nun bei ca. $375.000,00 pro verletzten Passagier.  Das Beförderungsunternehmen ist also verpflichtet, verletzte Passagiere bis ca. $375.000,00 zu versichern. Eine Klage gegen die Versicherungsgesellschaft ist daher bis zu einem Betrag von ca. $375.000,00 möglich.

Als zweites wurde die Frist zur Einreichung einer Klage durch einen verletzten Kreuzfahrtschiff-Passagier von 2 Jahren auf 3 Jahre angehoben.

Und letztendlich wurde der Bereich der verschuldensunabhängigen Haftung geändert. Das Athener Übereinkommen sieht nun eine strikte verschuldensunabhängige Haftung des Kreuzfahrtschiffbetreibers vor. Diese gilt für alle Klagen verletzter Kreuzfahrtschiff-Passagiere, deren Verletzungen auf einem Schiffsunfall basieren. Dabei gilt als Schiffsunfall alles was im Zusammenhang mit der Betriebnahme eines Schiffs steht, wie z.B. Schiffbruch, Kenterfälle, Zusammenstoss oder Auflaufen des Schiffs auf Grund, sowie auch Unfälle die im Zusammenhang mit einem Schiffsschaden stehen.

Das Athener Übereinkommen von 1974 basierte auf einem Verschuldenssystem, wobei die Vermutung des Verschuldens beim Beförderungsunternehmen lag.  Das Beförderungsunternehmen hatte jedoch die Möglichkeit zu beweisen, dass ein Vorfall nicht in dessen Schuld lag und konnte somit einer Haftung entgehen.

Unter Zugrundelegung des neuen Protokolls, resultiert ein Schiffsschaden nun in einer strikten Haftung des Kreuzfahrtschiffbetreibers. Für verletzte Passagiere auf einem Kreuzfahrtschiff bedeutet dies, dass sie nur beweisen müssen, dass sie einen Unfall hatten und durch diesen Unfall einen Schaden erlitten haben. Einzige Ausnahme hiervon ist, wenn ein Kreuzfahrtschiffbetreiber beweisen kann, dass der Unfall absichtlich durch einen dritten Beteiligten hervorgerufen wurde. Die Haftung des Kreuzfahrtschiffbetreibers bleibt auch bestehen, wenn er eine einfache Fahrlässigkeit des dritten Beteiligten beweisen kann.

Bedeutet dies also, dass ab April 2014 die Passagiere eines Kreuzschiffs mit dem Athener Übereinkommen eine “Seetüchtigskeits-Garantie” geboten bekommen?

Das Protokoll implementiert die verschuldensunabhängige Haftung für Schiffsschäden aller Art. Dies wird wohl zur Folge haben, dass es zu einer Reihe von “seeuntüchtigen” Klagen durch verletzte Kreuzfahrtschiff-Passagiere kommen wird. Der Begriff der Seeuntüchtigkeit wird im allgemeinen Seerecht gebraucht und beschreibt einen Zustand des Schiffs, welcher den Schiffseigentümer unabhängig davon haften lässt, ob er für die Schäden des Schiffs verantwortlich ist oder nicht. Dies gilt selbst dann, wenn er von den Schäden keine Kenntnis hatte oder ihn keine Schuld trifft. Im allgemeinen Schiffsrecht umfasst die “Seetüchtigkeits-Garantie” nur die Besatzung des Schiffs. Mit dem neuen Protokoll wird diese ”Seetüchtigkeits-Garantie” im wesentlichen auch auf die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes übertragen.

Wir bitten Sie, sich unsere Internetseite einmal anzuschauen und so mehr über Jackson Law International, deren Anwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und wir freuen uns auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch bei der Vertretung Ihrer Interessen Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail um Ihre Angelegenheit mit uns zu besprechen.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2014

Klageerhebung in den USA: Was uns die Costa Concordia lehrt!

Kreuzfahrtverletzung USA, Klageerhebung in den USANach dem tragischen Unfall der Costa Concordia, einem Kreuzfahrtschiff, welches vor der Küste Italiens gegen einen Felsen kollidierte, kam es unabhängig von der Tatsache, dass sich der Unfall in Italien ereignete, erwartungsgemäß zu mehr als einer Klageerhebung in den USA.

Eine jener Klagen, welche in den Vereinigten Staaten erhoben wurde, stellt die Klage zum Bundesgericht des US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk Florida’s dar. Jedoch wurde diese Klageerhebung in den USA aufgrund Unzuständigkeit des Gerichts abgewiesen. Aus den Vertragsbedingungen des Tickets ergab sich zum einen die örtliche Unzuständigkeit des Gerichts, zum anderen war das Gericht nach dem Prinzip der ‘forum non conveniens’ unzuständig, ein Prinzip welches weiter unten näher erläutert wird. Gegen die Abweisung der Klage wurde beim 11. Berufungsgericht Berufung eingelegt.

Die Klage wurde von amerikanischen Bürgern eingereicht, welche sich bei dem Unfall verletzt hatten, sowie von 2 Verwandten, die sich jedoch aufgrund von Visaproblemen nicht an Board des Schiffes befanden. Es wurde vom Gericht festgestellt, dass von den 3206 Passagieren an Board, 2/3 Italiener oder andere Europäer waren und 100 von ihnen amerikanische Bürger.

Die Klage wurde gegen mehrere Unternehmen erhoben, einschließlich:

  1. Carnival Corporation (“Carnival”), die Dachgesellschaft aller Carnival Gesellschaften, eine Gesellschaft in Panama mit Hauptsitz in Florida;
  2. Costa Crociere (“Costa”), das italienische Unternehmen, welchem das italienische Schiff Costa Concordia zugehörig ist und welches seinen Hauptgeschäftssitz in Genoa, Italien hat;
  3. Carnival plc, die Muttergesellschaft der Costa, eine britische Gesellschaft mit Hauptgeschäftssitz in England; und
  4. Costa Cruise Lines, (“CCL”), die Vertriebstochtergesellschaft der Costa, eine Gesellschaft in Florida mit Hauptgeschäftssitz in Florida.

Die Kläger machten geltend, dass sie zur Klageerhebung in den USA berechtigt sind, wobei sie anführten, dass sie amerikanische Staatsbürger sind und das die Dachgesellschaft Carnival, als auch die Vertriebstochtergesellschaft, bei welcher der Reiseführer die Tickets erwarb, ihren Hauptgeschäftssitz in Florida haben. Im Allgemeinen ist es möglich ein Unternehmen in dem Staat zu verklagen, in welchem es gegründet wurde bzw. in welchem es seinen Hauptgeschäftssitz hat.

Die besagten Tickets wurden über einen Monat vor Reiseantritt bei einem Reiseführer, welcher nicht verklagt wurde, in Kalifornien gekauft. Das Gericht stellte fest, dass die CCL 18 Reisebestätigungen an den Reiseführer versandt hatte, jeweils mit der Anleitung, die Passagiere online einzuchecken, was widerum eine notwendige Voraussetzung vor Aushändigung des Tickets war. Das Einchecken durch den Reiseführer fand jedoch trotz mehrmaliger Erinnerungen erst 4 Tage vor Reisebeginn statt.

Im Ticket wurde als örtliche Zuständigkeit Genoa, Italien festgelegt. Dies bedeuted, dass alle Ansprüche, welche von Passagieren geltend gemacht werden, in diesen Zuständigkeitsbereich fallen. Zudem wurde im Ticket vorgeschrieben, dass anstelle eines Gerichtsverfahrens ein Schiedsverfahren stattzufinden hat, weiterhin gab es Bestimmungen, welche die Unternehmenshaftung beschränkten und italienisches Recht als anzuwendendes Recht erklärten. Das Gericht stellte bei der Prüfung der Rechte von Passagieren, unter Zugrundelegung des Beförderungsvertrages fest, dass die Vertragsbedingungen in fettgedruckten Grossbuchstaben sichtbar abgedruckt waren und ein Handsymbol den Leser stoppen und auf diese Bedingungen aufmerksam machen sollte.

Das Gericht führte bei seiner Entscheidung einschlägige Rechtssprechungen an, welche darlegten, dass die Festlegung der örtlichen Zuständigkeit als generell zulässig angesehen wird und eine Unzulässigkeit nur dann in Frage kommt, sollte sich die Festlegung der örtlichen Zuständigkeit als unzumutbar herausstellen. Dies kann dann der Fall sein, wenn das Ticket die Vertragsbedingungen nicht angemessen abdruckt (z.B. schlechte Lesbarkeit, nicht sichtbar, in einer Fussnote versteckt) oder wenn dargelegt werden kann, dass der Passagier aufgrund bestimmter Umstände keine Möglichkeit hatte, von den Vertragsbedingungen Kenntnis zu nehmen, diese zu lesen und zurückzuweisen.

Das Gericht entschied in diesem Fall, dass die Vertragsbedingungen angemessen abgedruckt waren, stellte jedoch in Frage, ob es ausreichend war, dass die Tickets erst 4 Tage vor Reisebeginn ausgestellt wurden und den Empfängern damit nicht genügend Zeit blieb, die Vertragsbedingungen zu lesen und/oder zurückzuweisen. Die Beklagten führten unter anderem an, dass die Passagiere unabhängig davon, hypothetisches Wissen von den Vertragsbedingungen hatten, da ihr Reiseführer schon zuvor hunderte von Tickets für Carnival Kreuzfahrten gebucht hatte und daher wissen musste, dass das Ticket die Festlegung der örtlichen Zuständigkeit enthalten würde. Dieses Argument wurde vom Gericht mit der Begründung zurückgewiesen, dass es für eine solche Annahme eines Beweisverfahren bedarfs. Im Endeffekt wies das Gericht die Klagen mit der Begründung ab, dass die Vereinigten Staaten eine ungeeignete Zuständigkeit für die Costa Concordia Rechtsstreitigkeit darstellen und es daher auf die Frage, ob ein Beweisverfahren notwendig ist oder nicht, nicht ankommt.

Das Gericht stützte sich bei dieser Entscheidung auf das rechtliche Prinzip der ‘forum non conveniens’. Dieses Prinzip erlaubt es, einen Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten zurückzuweisen, weil eine andere Zuständigkeit in diesem Fall die passendere oder bessere ist. Dies kann auf Umständen beruhen, wie z.B. wo sich der Unfall genau zugetragen hat und wo die Parteien und Zeugen ihren Wohnsitz haben, was in diesem Fall in Italien war. Das Gericht entschied, dass die richtige Zuständigkeit auf Italien fällt und es für die amerikanischen Kläger kein prozessuales Problem darstellte, ihre Klagen in Italien zu verfolgen, auch weil die Rechtsstreitigkeit viel mehr mit Italien in Verbindung stand. Das Gericht wies also die Klagen der amerikanischen Bürger gegen die Beklagten, unter welchen sich auch 2 in Florida ansässige Unternehmen befanden, mit der Begründung ab, dass der Fall vielmehr Verbindungen zu Italien hatte und auch teilweise aus dem Grund, dass das Ticket, welches einen Vertrag darstellt, die Geltungmachung von Ansprüchen in Genoa, Italien vorsieht.  Es gibt andere Rechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten, bei welchen Klagen in den Florida ‘state courts’  eingereicht wurden, einschliesslich Klagen ausländischer Bürger und so wird es interessant sein zu sehen, ob diese Klagen aus ähnlichen Gründen abgewiesen werden.

Zum Schluss sei noch darauf hingewiesen, dass die anderen Bestimmungen des Passagier-Tickets, wie z.B. die Durchführung eines Schiedsverfahrens und die Haftungsbeschränkung des Unternehmens in diesem Fall nicht adressiert wurden, dies jedoch ohne Zweifel zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden wird, ob nun in einem amerikanischen Rechtsstreit oder in Italien, wobei es sehr wahrscheinlich erscheint, dass diese Bestimmungen aufrecht erhalten werden.

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© Jackson Law International 2013

Achtung Kreuzfahrtschiff-Passagier: Lesen Sie Ihr Ticket!

Kreuzfahrtverletzung USA, Schadensanspruch USA, Schmerzensgeld USA, Unfall USAMit Buchung einer Kreuzfahrt sollten Sie als Kreuzfahrtschiff-Passagier ein Ticket erhalten, welches Bestimmungen hinsichtlich Ihrer Rechte als auch der beschränkten Haftung des Kreuzfahrtschiffunternehmens enthält. Dieses Ticket stellt einen Vertrag zwischen Ihnen und dem Kreuzfahrtschiffunternehmen dar, welcher auch als Befӧrderer beeichnet wird.

Für Sie als Kreuzfahrtschiff-Passagier ist es wichtig, die Vertragsbestimmungen zu kennen, denn diese stellen die Grundlage Ihrer Reisebedingungen dar. Sie enthalten in der Regel einige oder alle der folgenden Punkte:

  1. Das Ticket legt fest, bei welchem Gericht oder in welchem Land eine Forderung geltend gemacht bzw. eine Klage eingereicht werden muss.
  2. Das Ticket legt die Frist zur Klageeinreichung fest. Es kann auch vorschreiben, dass eine schriftliche Geltungmachung der Forderung innerhalb einer kürzeren Frist stattgefunden haben muss, um später Klage einreichen zu kӧnnen.
  3. Das Ticket kann auch eine Klausel enthalten, welche vorschreibt, dass im Falle eines Rechtsstreites, anstelle eines Klageverfarens ein Schiedsverfahren stattzufinden hat. Ein Schiedsverfahren ist eine alternative Methode der Rechtsstreitbeilegung und findet nicht vor dem Gericht, sondern vor Schiedsrichtern statt, wobei die auf diesem Weg getroffene Entscheidung für alle Beteiligten bindend ist.
  4. Das Ticket wird auch die finanzielle Haftungsgrenze des Kreuzfahrtschiffunternehmens einzuschränken wollen, indem es vorschreibt, dass Ihre Rechte einem internationalen Abkommen unterfallen und dies selbst dann der Fall ist, sollte die USA oder Ihr Heimatland dieses Abkommen gar nicht unterschrieben haben.

Einen solches Abkommen stellt z.B. das Athener Übereinkommen von 1974 über die Befӧrderung von Reisenden und ihrem Gepäck dar. So kann es sein, dass Ihr Kreuzfahrtschiff-Ticket vorschreibt, dass es unter die Regelungen des Athener Übereinkommens fällt und dies selbst dann gilt, wenn sie Bürger der Vereinigten Staaten oder einer anderen Nationalität sind, welche dieses Übereinkommen gar nicht akzeptiert hat. Sollte Ihr Kreuzfahrtschiff nicht von einem amerikanischen Hafen abgelegt haben bzw. keinen amerikanischen Hafen während der Reise angelaufen haben, kommt das Übereinkommen zur Anwendung. Dies erscheint unfair, insbesondere für Bürger der Vereinigten Staaten oder in Fällen in denen der Keuzfahrtschiffbetreiber in den Vereinigten Staaten sesshaft ist.

Einige amerikanische Gerichte haben die Beschränkungen, welche für den Kreuzfahrtschiff-Passagier durch das Übereinkommen entstehen, in Fällen angewandt, in denen die Beschränkungen in die vertraglichen Bestimmungen des Tickets aufgenommen wurden, das Ticket klar formuliert war und erklärte, inwiefern das Übereinkommen die Rechte von dem Kreuzfahrtschiff-Passagier tangiert. Das Übereinkommen wurde von amerikanischen Gerichten auch in Fällen angewandt, in denen die “Flagge” des Kreuzfahrtschiffes (zum Beispiel das Land in welchem das Schiff registriert ist) das Abkommen akzeptiert oder adoptiert hat.

Sollte Ihr Kreuzfahrtschiff jedoch von einem Hafen der Vereinigten Staaten ablegen oder legt es während der Reise an einem Hafen der Vereinigten Staaten an, ist das Recht der Vereinigten Staaten anzuwenden und geht damit dem des Übereinkommen vor. Sie kӧnnen jedoch davon ausgehen, dass das Kreuzfahrtschiffunternehmen die Anwedung des Übereinkommens auch in diesem Fall durchzusetzen versucht, da dessen Zweck ja die Minderung einer möglichen Entschädigung verfolgt.

Abhängig davon, ob Ihre Klage auf allgemeinem Schiffsrecht oder dem Athener Übereinkommen basiert, kann dies zu einem erheblichen Unterschied bei der Bemessung der Höhe eines mӧglichen Schadensersatzes führen. Die maximale Haftungsgrenze des Kreuzfahrtschiffunternehmens liegt nach jetztigem Stand bei ca. $70,000.00 (was durch Schwankungen im Umrechnungskurs etwas variieren kann). Diese Grenze besteht selbst in Fällen schwerster Verletzungen oder Verluste. Nach allgemeinem Schiffsrecht der Vereinigten Staaten ist ein Kreuzfahrtschiffunternehmen verpflichtet, für die Sicherheit seiner Passagiere zu sorgen und vor bekannten Gefahren, sowie Gefahren welche hätten bekannt sein müssen, zu warnen. Wurde diese Sorgfaltspflicht verletzt, haftet das Unternehmen für die Konsequenzen.  Allerdings können die Gerichte der Vereinigten Staaten das Ticket auch hier als einen Vertrag ansehen, welcher oben genannte Vertragsbestimmungen enthalten kann und welche damit anzuwenden sind wie z.B., dass eine Klage bei einem bestimmten Gericht eingereicht werden muss.

Sie sind daher am besten beraten, wenn Sie Ihr Ticket lesen und wissen, welchen Bedingungen und Regelungen Sie mit Betreten des Kreuzfahrtschiffes zugestimmt haben. Wenn Sie aufgrund eines Vorfalls auf einem Kreuzfahrtschiff Klage erheben möchten, kann es manchmal vorkommen, dass Sie bereits eine Frist versäumt haben, noch bevor Sie überhaupt einen Anwalt mit Ihrer Vertretung beauftragen konnten. So kann Ihr Ticket Ihnen z.B. vorschreiben, dass Sie dem Kreuzfahrtschiffbetreiber innerhalb einer kurz bemessenen Frist, schriftliche Mitteilung über die geplante Klageeinreichung machen müssen. Über solche Bestimmungen sollten Sie sich bewusst sein, denn sonst wird es Ihrem Anwalt schwer fallen, Ihren Fall zu gewinnen.

Oft kommt es vor, dass ein Passagier seine Kreuzfahrt bei einer Agentur oder online gebucht hat und vor Antritt seiner Kreuzfahrt kein Ticket erhalten hat oder keinen vollständigen Ausdruck des Tickets. In anderen Fällen wird das Ticket erst kurz vor Antritt der Kreuzfahrt ausgehändigt, so dass der Kreuzfahrtschiff-Passagier noch keine Möglichkeit hatte, das Ticket zu lesen. Für die meisten der Kreuzfahrtschiff-Passagiere ist eine Kreuzfahrt einfach nur ein schöner Urlaub, sollte jedoch etwas schief laufen, ist es gut zu wissen, was Sie als nächstes tun müssen und wie Sie ihre Rechte schützen können. Sollten Sie sich in einer solchen Situation befinden, kontaktieren Sie uns per E-Mail, damit wir Ihnen beratend zur Seite stehen können.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2014

Rechtsschutzversicherung bei Reisen in die USA

Von Michael R. Jackson, Gesellschafter

Die USA sind eines der Hauptreiseziele der Deutschen. Während fast alle Besucher wohlbehalten nach Deutschland zurückkehren, kommt es gelegentlich doch zu Zwischenfällen, die eine anwaltliche Beratung und manchmal auch eine Vertretung vor Gericht und gegenüber der Polizei erforderlich machen. Beispiele sind hier die Verwicklung in Verkehrsunfällen, sowie andere Unfälle, Körperverletzungen, Alkohol am Steuer und Opfer oder Beschuldigter im Rahmen einer Straftat zu sein. Als deutschamerikanische Kanzlei sind wir darauf spezialisiert, hier schnell und unbürokratisch zu helfen.

Viele Mandanten wissen nicht, dass ihre deutsche Rechtsschutzversicherung möglicherweise für die Kosten der anwaltlichen Vertretung und auch für Gerichtskosten aufkommt. Oft deckt die deutsche Rechtsschutzversicherung – auch ohne den Abschluss einer speziellen Zusatzversicherung – Rechtsschutzkosten bei kurzfristigen Auslandsaufenthalten bis zu einer Höchstsumme ab. Natürlich kommt es hier auf die Bestimmungen des individuellen Rechtsschutzversicherungsvertrags an.

Einige unserer Mandanten hatten zunächst ihre Rechtsschutzversicherung kontaktiert und um eine Deckungszusage gebeten. Ihnen war zunächst mitgeteilt worden, dass die Versicherung die für die Rechtsberatung im Ausland nicht aufkommen würde. Nach Prüfung der Verträge ist es uns jedoch mehrfach gelungen, der Versicherung darzulegen, dass doch Versicherungsschutz bestand. In diesen Fällen wurden die Kosten der anwaltlichen Vertretung von der Versicherung bezahlt. Wir raten Ihnen daher, die erste Aussage einer Rechtsschutzversicherung in einem solchen Fall anwaltlich überprüfen zu lassen.

Wir vertreten regelmässig deutsche Mandanten in Verfahren US-weit, gegebenfalls in Zusammenarbeit mit örtlichen Anwälten. In vielen Fällen übernimmt die deutsche Rechtsschutzversicherung die Kosten für Gerichtsverfahren oder auch Vergleichsabschlüssen im Rahmen anwaltlicher Tätigkeit in den USA.

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© The Jackson Law Firm 2013

Personenschaden im Urlaub? – WAS NUN?

Autounfall USA, Unfall USA, Personenschaden im UrlaubVon Michael R Jackson, Gesellschafter

Sie haben Ihren Urlaub in den Vereinigten Staaten sehr sorgfältig geplant. Sie waren begeistert, als Ihre Füße amerikanischen Boden berührten. Leider wurde Ihr ersehnter Urlaub ohne Ihr Verschulden verdorben, weil Sie einen Personenschaden im Urlaub erlitten haben. Was sollte man nun tun?

Die Vereinigten Staaten haben eine umfangreiche Tourismusindustrie. Laut Statistiken für das Jahr 2013 sind die 10 internationalen Spitzenherkunftsmärkte in den USA, basierend auf den von Touristen getätigten Ausgaben, die folgenden Länder:

  1. Kanada,
  2. Mexiko,
  3. Großbritannien,
  4. Japan
  5. Brasilien,
  6. Deutschland,
  7. China,
  8. Frankreich,
  9. Südkorea und
  10. Australien

Wenn internationale Besucher aus diesen und anderen Ländern im Urlaub in den USA verletzt werden und Körperverletzungen und Personenschaden im Urlaub erleiden, bleibt die Frage, was nun zu tun ist, oft unbeantwortet, weil sie einfach nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. Stattdessen kehren sie nach Hause zurück und unternehmen diesbezüglich entweder gar nichts oder nicht viel, weil sie nicht wissen, welche rechtlichen Möglichkeiten Ihnen zustehen. Die Anwälte von The Jackson Law Firm sind stolz darauf, dass sie viele solcher ausländischen Reisenden repräsentiert haben, wenn diese im Urlaub verletzt worden sind. Wir nehmen uns Zeit, Ihnen das Rechtssystem der Vereinigten Staaten zu erklären und wir arbeiten eng mit unseren Mandanten zusammen, um ein gerechtes Ergebnis für sie zu erzielen.

Wenn Sie uns um Hilfe bitten, nehmen wir uns die Zeit, die Umstände, die u. U. zu Ihrer Verletzung geführt haben im Detail zu untersuchen und zu besprechen. Vielleicht haben Sie mehrere Forderungen gegen sehr verschiedene Individuen oder Körperschaften. Zum Beispiel ist es möglich, dass Sie in einem Fahrzeugunfall ohne eigenes Verschulden verletzt wurden – und Sie sollten für Ihre Verletzungen entschädigt werden – aber vielleicht haben Sie auch eine medizinische Versorgung im Krankenhaus im Rahmen der Behandlung Ihrer Verletzungen erhalten, welche dem örtlichen Mindeststandard nicht erreichte. Ist dies der Fall können Sie eventuell die medizinischen Dienstleister verklagen. Oder vielleicht haben Sie einen der hiesigen Vergnügungsparks besucht und wurden verletzt. Wir werden das Ausmaß Ihrer Verletzungen sorgfältig mit Ihnen besprechen, um festzustellen, wer für Ihre Verletzungen verantwortlich sein könnte.

Die gängigsten Verletzungen, die wir zu sehen bekommen, finden auf die folgende Art und Weise oder in den folgenden Situationen statt:

  1. Automobilunfall
  2. Verletzungen bei einer Busreise oder in der U-Bahn, in der Straßenbahn oder einer anderen     Art von öffentlichem Verkehrsmittel.
  3. Verletzungen im Zug
  4. Boots- oder Kreuzfahrtschiffsverletzungen und -krankheiten
  5. Verletzungen bei Flugreisen
  6. Mit Wasser in Zusammenhang stehende Verletzungen, z. B. im Swimmingpool oder am Strand
  7. Verletzungen beim Wassersport, einschließlich Wasserskilaufen, Jet-Skis, Gerätetauchen, Segeln, Parasailing, Wildwasser-Rafting
  8. Verletzungen in Vergnügungsparks
  9. Verletzungen beim Wintersport, einschließlich Skifahren, Schneemobilfahren, Snowboarding
  10. Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Drachenfliegen, Felsklettern
  11. Opfer eines tätlichen Angriffs, einer Vergewaltigung oder einer anderen Straftat
  12. Lebensmittelvergiftung, allergische Reaktionen und damit zusammenhängende Erkrankungen, und
  13. Medizinische Versorgungsleistung unter dem Mindeststandard / Nachlässige medizinische  Versorgungsleistungen für all diese oder ähnliche Verletzungen.

Ein erfahrener Anwalt kann z. B. Ihre Verletzungen, Ihren Schaden und/oder Ihren Verlust einschätzen, sowie die Parteien, die verklagt werden sollten und den Gerichtsstand, (wo die Klage eingereicht werden sollte) bestimmen. Wir werden Ihre medizinischen Unterlagen zusammentragen, um das volle Ausmaß Ihrer Verletzungen festzustellen, damit wir Sie über den potenziellen Schadensersatz Ihrer Verletzungen beraten können. Wir werden Sie bei jedem Schritt beraten, mit dem Ziel, dass Sie, wenn alles erledigt ist, Sie mehr als zufrieden sein können mit einer angemessenen Schadensersatzsumme für Ihre erlittenen Verletzungen, Schmerzen, Leiden und Schäden, einschließlich etwaiger medizinischer Versorgungskosten, sowie eventuellen Verdienstausfällen und Reisekosten.

Was auch immer Ihre Anforderungen sein mögen, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserer Kanzlei auf, damit wir die Einzelheiten Ihrer Rechtsangelegenheit besprechen können. Wir raten Ihnen, sich unsere Internetseite einmal anzuschauen, um mehr über Jackson Law International zu erfahren, sowie über unsere Anwälte und Tätigkeiten. Außerdem empfehlen wir Ihnen, sich über Ihre Rechte und Möglichkeiten zu informieren. Sie sollten sich auch vergewissern, dass die Kanzlei, bei der Sie sich Rat einholen oder die Sie engagieren, um Sie zu vertreten, die Erfahrung, Ressourcen und Kompetenz hat, Ihren Fall durch einen Gerichtsprozess zu bringen und wenn nötig, in Berufung vor einem Bundesgericht zu gehen. Oftmals haben US-amerikanische Kanzleien nicht die Erfahrung mit grenzüberschreitenden Problemen, die in Fällen, an denen ausländische Reisende beteiligt sind, auftreten können. Auch in Kanzleien, in denen deutsche Anwälte beschäftigt werden, verfügen diese Anwälte über keine eigene Erfahrung, um eine solche Personenschadensklage im US-System führen zu können. Sie sollten sich immer erkundigen, welche Erfahrung der entsprechende Anwalt diesbezüglich hat.

Hinweis: Es ist davon auszugehen, dass wir Sie noch nicht repräsentieren, und können daher für Sie keine Transaktionen unternehmen, solange wir noch keinen formellen rechtlichen Repräsentationsvertrag abgeschlossen haben. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder nicht in der Lage sind, Ihren Fall anzunehmen, wenden Sie sich bitte umgehend an eine andere Kanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2013